[gelesen] To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

Rezensionsexemplar

© Bramble

To Cage a Wild Bird

Divided Fates
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Brooke Fast
erschienen im Dezember 2025
448 Seiten
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hier geht’s zum Verlag
Bramble
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guter Start, lässt dann leider nach

Ich habe schon länger keine Dystopie mehr gelesen und hatte daher große Lust auf das Buch. Leider kann mich die Story komplett überzeugen.

Der Weltenentwurf bleibt sehr vage. Es gibt nur kleine Einblicke, was zu der aktuellen Lebenssituation geführt hat. Zeitlich ist es unmöglich einzuordnen, wie weit wir uns von der heutigen Welt entfernt befinden. Die restlichen Länder oder Kontinente werden gar nicht erst erwähnt.

Raven lässt sich ins Gefängnis in Endlock sperren, nachdem ihr Bruder verhaftet wurde. Sie möchte das Unmögliche schaffen und mit ihm gemeinsam ausbrechen. Hilfe bekommt sie von Außen, weil sie noch eine weitere Person retten soll.
Unerwartet kommt allerdings die Unterstützung von Innen. Raven ist eine Einzelkämpferin, aber nur gemeinsam lässt sich ein Ausweg finden. Vorausgesetzt, sie überleben so lange: Denn reiche Bürger buchen sich regelmäßig Gefängnisjagden, bei der zahlreiche Gefangene ihr Leben lassen.

Die Zustände im Gefängnis sind grausam und brutal. Wer mehrere Jagden überlebt, bekommt eine größere Zelle und einen besseren Rang – und wird damit attraktiver als nächstes Opfer. Denn die Jagenden suchen natürlich die Herausforderung und wählen bevorzugt Insassen, die sich schon mehrfach behaupten konnten. Hinzu kommen die teils blutigen Konflikte unter den Gefangenen.

Raven weiß, dass es Informanten im Gefängnis gibt, doch wem sie sicher vertrauen kann, weiß sie nicht. Kurz vor ihrer geplanten Verhaftung, hatte sie einen Mann kennengelernt. Nicht ahnen, dass er ein Wachmann ist, den sie ihn in Endlock wiedertreffen wird. Aber ein Wachmann, das steht fest, ist der Feind. Allerdings verhält er sich immer wieder unerwartet sanft und die Anziehung, die schon vorher bestand, kommt wieder.
Die ganze Lovestory, die mit Fortschreiten der Handlung leider immer mehr Raum einnimmt, passte für mich leider nicht in die Geschichte. Jederzeit könnten sie gesehen werden, die geplante Flucht rückt näher, aber trotzdem müssen sie in irgendwelchen Kammern miteinander rummachen und riskieren damit, aufzufliegen. Zudem sind diese Szenen auch nicht besonders ansprechend beschrieben.

Die Fluchtplanung an sich fand ich hingegen durchaus spannend, allerdings war das Auftauchen und Verschwinden der Wachleute im Gefängnis ein wenig eigenwillig. Gefühlt arbeiten diese immer genau so, wie es der Fluchtplan halt gerade braucht.

Raven ist eine Einzelgängerin, doch für den Plan ist sie gezwungen, sich auf andere Leute zu verlassen. Obwohl es immer wieder Situationen gibt, in denen sie mitbekommt, dass ihr Dinge verschwiegen werden, geht dem nicht nach, was dann zu unerwarteten Aufdeckungen und unnötigem Drama führt.

Am Ende des Buches ist ein kleiner Schritt gemacht, aber die Zukunft bleibt komplett offen.

Fazit

Die dystopische Welt mit den blutigen Jagden auf Gefängnisinsassen klingt vielversprechend, bleibt insgesamt aber zu vage. Die Geschichte hat spannende Ansätze, doch die Liebesgeschichte nimmt im Verlauf mehr Raum ein als die Fluchtplanung.

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

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