[gelesen] Eine Hochzeit mit meinem Erzfeind, bitte! von Brooklyn Shore

Rezensionsexemplar

©
Eine Hochzeit mit meinem Erzfeind, bitte!
Verliebt in White Woods 2
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Brooklyn Shore
erschienen im Oktober 2025
289 Seiten
Selfpublishing
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ungewöhnlicher Weg für eine Hochzeit – mit viel Gefühl und Humor

Achtung: Es handelt sich zwar um eine Reihe, die Bände sind jedoch in sich abgeschlossen. Die anderen Bücher sind von anderen Autorinnen geschrieben.

Henry Blackthorne bekommt immer was er will. Er ist Geschäftsmann, kann verhandeln und hat außerdem die finanziellen Mittel, um entsprechende Anreize zu schaffen. Als er nach White Woods kommt, ist es dann allerdings nicht ganz so einfach, wie er sich das vorgestellt hat, sein angestrebtes Geschäft über die Bühne zu bringen. Aber auch von „kleinen“ Hürden lässt Henry sich nicht abbringen. Er benötigt einen Ehemann? Kein Problem, irgendwo in dem Örtchen wird sich ja wohl jemand finden lassen, der ihn zum Mann nimmt. Doch dieses Unterfangen gestaltet sich dann schwieriger, als er erwartet hatte. Viele Singlemänner gibt es nicht und schon gar nicht welche, die bereit sind, Henry zu ehelichen. Bleibt nur noch Ash Wilder. Das Problem an Ash ist jedoch, dass er Henry schon so lange hasst, dass er nicht unbedingt als gute Option erscheint. Unter gewissen Bedingungen lässt Ash sich aber doch auf die Eheschließung ein und damit beginnt ihre gemeinsame Zeit, die herausfordernd und alles andere als unkompliziert wird….

Die Ausgangslage für diese Hochzeit ist schon ziemlich ungewöhnlich. Aber da jeder sich so seine Vorteile von dieser Verbindung erhofft und es jemanden gibt, der das Arrangement plant und vorbereitet, wird eben mal ruck zuck geheiratet. Um ihre erhofften Ziele aber auch wirklich zu erreichen, müssen sie gewisse Personen davon überzeugen, dass ihre Verbindung echt ist und das stellt definitiv noch mal eine andere Herausforderung dar, als nur die nötige Zeit gemeinsam unter einem Dach auszuhalten.

Henry und Ash sind ziemlich verschieden, was ihren Charakter und auch ihren Lebensweg an geht. Henry ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der klare Ziele und Vorstellungen hat und bereit ist, dafür einiges zu tun, um diese zu erreichen, selbst wenn das nicht immer allen gefällt. Ash ist in anderen Verhältnissen aufgewachsen und hat schon lange viel Frust in sich brodeln, der sich noch mal steigert, als er nun auf Henry trifft und dieser noch nicht mal ahnt, wieso Ash so sauer auf ihn ist. Ash lebt mitten in der Natur, abgelegen von den anderen Bewohnern in White Woods. Er ist ein Macher und nicht auf Luxus aus.
Eine spannende, konfliktbehaftete Konstellation, in der es immer wieder knallt. Wenn es nicht gerade hitzige Diskussionen gibt, gibt es aber sogar auch Raum für recht ehrliche und offene Gespräche, in denen man mehr zu den Protagonisten erfährt und etwas hinter die Fassaden blicken kann. Meistens halten diese Augenblicke jedoch nicht ewig an, denn irgendeinen Auslöser gibt es immer, dass einer der Männer wieder dicht macht. Die Wut der Vergangenheit brodelt, Geheimnisse verhindern eine zielführende Kommunikation, gleichzeitig ist da aber auch diese unglaubliche Anziehung zwischen den beiden, die es ihnen auch nicht immer leicht macht.

Brooklyn Shore gelingt es, eine tolle Mischung aus Wortgefechten, Neckereien, kleinen oder größeren Streichen, spicy Augenblicken und ehrlichen Gefühlen zu erschaffen. Immer wieder wechselt die Stimmung in der Geschichte, manchmal schneller als man schauen kann. Es ist von Anfang an auch klar, dass man um ein gewisses Thema herumschleicht, dass grundlegend und wichtig für die Entwicklungen zwischen den beiden wäre. Irgendwann kommt dann aber auch der Punkt, an dem das aufgearbeitet wird und viele Puzzleteile an ihren Platz fallen.
Da die Geschichte aus den Ich-Perspektiven beider Protagonisten geschildert wird, kann man sich von beiden ein gutes Bild machen und erhält intensive Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelten, in denen einiges los ist. Beide müssen sich mit verschiedenen Dingen beschäftigen und auseinandersetzen, ihre Gespräche und Handlungen sorgen dabei immer wieder für neue Aspekte, die sie für sich sortieren müssen.
Mir hat der Aufbau der Geschichte gut gefallen, der lockere Schreibstil nimmt einen gut mit durch die Handlung. Besonders schön finde ich bei der Autorin immer die Kombination aus den verschiedenen Emotionen, Humor, Leidenschaft und den sehr unterschiedlich angelegten Gesprächen – inklusive der Streitereien.

Fazit

Klar ist die Ausgangslage für die Ehe nicht das, was man sich für sich selbst wünscht, aber Ash und Henry haben eben so ihre Gründe, sich auf diese turbulente, emotional aufgeladene Situation einzulassen. Die beiden Protagonisten sorgen für eine abwechslungsreiche Zeit, in der viele Gefühle hochkochen, Päckchen, die sie mit sich tragen Stück für Stück ausgepackt und aufgearbeitet werden, die Anziehung sie übermannt, die Fetzen fliegen und gleichzeitig auch Platz für eine gewisse Portion Humor ist.

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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