[gelesen] The Darkest Gold 4. Die Kämperin von Raven Kennedy

© Rowohlt
The Darkest Gold 4
Die Kämpferin
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Raven Kennedy
erschienen im Dezember 2023
800 Seiten
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hier gehts zum Verlag
Kyss/ Rowohlt.

etwas Schwächer als der Vorgänger

Achtung, 4. Band, inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.
Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt.

Auf den ersten Seiten kommt Auren nicht zu Wort, stattdessen gibt es viele Eindrücken von Riss und seiner Truppe. Dadurch ergeben sich neue Themen und Zusammenhänge, aber auch neue Konflikte, die sich bisher Aurens Aufmerksamkeit entzogen haben.

Insgesamt beinhaltet dieser Band mehr bzw. einige neue Ich-Perspektiven, denn nicht alle Figuren, die zuvor ihre Erlebnisse geschildert haben, sind noch am Leben.

Das Buch ist relativ lang. Vielleicht sogar etwas zu lang. Es gab ein paar Passagen, die ich zwar nicht langweilig, aber doch zu ausführlich fand, da insgesamt zu wenig passiert. Beispielsweise hadert Auren sehr lange mit ihrem Schicksal und wälzt die immer gleichen Zweifel und Ängste, bevor sie endlich wieder ins Handeln kommt.

Zudem enthält dieser Teil für mich zu viele sehr derbe Sexszenen, sodass die Handlung immer wieder ins Stocken gerät. Ich habe nichts gegen Spice, aber wenn seitenlang ein Höhepunkt nach dem nächsten beschrieben wird, obwohl es doch eigentlich ein paar Königreiche zu retten gäbe, nervt es nur noch…

Auren ist mit Midas einem Mann entkommen, der sie eingesperrt und jeden ihrer Schritte bestimmt hat. Sie genießt die Freiheiten und ist jedes Mal erstaunt, wenn Slade nach ihrer Meinung fragt und sie einbezieht. Aber es stellt sich immer wieder heraus, dass er ihr viele Dinge vorenthält – natürlich nur zu ihrem Schutz. Er bestimmt, wie weiter vorgegangen werden soll – zu ihrem Schutz…
Und er ist unglaublich besitzergreifend und einnehmend und auch damit bestimmt er über sie. Ob er nun in einem Gespräch ihre Lust antreibt und damit vom Thema ablenkt, oder ihr in verführerischem Ton mitteilt, dass er jeden ihrer Schritte begleiten möchte, wenn sie sich entscheidet, die Welt zu erkunden. Er nennt es Liebe. Aber ist sie wirklich frei? Sie erkennt zwar einerseits sein Verhalten, lässt sich aber immer wieder einlullen.

Aber Auren ist hier nicht der einzige Charakter, der zum Spielball wird. Vielen Orte, viele Geheimnisse, einige Wendungen – aber wie gesagt, auch einige Längen – durchziehen das Geschehen.

Fazit

Die abwechslungsreiche Welt entfaltet sich weiter und offenbart die Besonderheiten bisher unbekannter Reiche. Die Handlung ist insgesamt abwechslungsreich und grundsätzlich spannend, aufgrund zu langer Bettszenen und sich wiederholender innerer Monologe zieht sich die Geschichte aber teilweise. Zudem geben die vielen verschiedenen Perspektiven zwar viele Einblicke, sind aber nicht alle gleich spannend.

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