
Die geisterhaften Teehaus-Krimis 5 bis 7
Karen Sue Walker – 252 bis 282 Hörminuten- gesprochen von Marie Jakobeit- Laragray Press– 2026
In jedem Band der Cosy-Crime-Reihe wird ein anderer Fall thematisiert. Die Geschichte der Protagonistin April, ihres Teesalons und ihrer Freunde geht aber kontinuierlich weiter. Daher ist es schon hilfreich, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen oder zu hören und die vorausgegangene Handlung zu kennen, um alle Entwicklungen zu verstehen. Manche Dinge werden aber auch noch mal aufgegriffen, so dass sich gewisse Zusammenhänge trotzdem ergeben oder Erinnerungslücken gefüllt werden können. Hauptsächlich blickt April zwischendurch auf sehr prägende Erlebnisse zurück oder erinnert sich an Situationen, die dazu geführt haben, dass etwas so ist, wie es aktuell ist oder wieso Personen verschwunden sind.
Von der Struktur sind die Bände alle sehr ähnlich aufgebaut. An sich läuft es mittlerweile mit Aprils Teehaus gar nicht schlecht, je nach Jahreszeit ist mehr oder weniger los. Es gibt immer mal wieder neue Ideen, was man den Gästen anbieten kann und Gespräche darüber, die Öffnungszeiten je nach Bedarf anzupassen. Allerdings passiert viel davon eher nebenbei, da es mehr darum geht, die Verbrechen aufzulösen, die hier und da geschehen und von denen April teilweise nur erfährt, wenn ein Geist sie deswegen kontaktiert. Wie es mit den Geistern so läuft, ist etwas unterschiedlich angelegt. Den Großteil der Bände ist es ein bestimmter Geist, der mit April spricht und sie bei ihren Tätigkeiten in der Küche unterstützt. Bei ihren Recherchen trifft sie dann auch mal auf andere Geister. Im siebten Band dreht sich da das Blatt ein wenig und April wird direkt kontaktiert, weil sie etwas herausfinden soll. Durch das Ermitteln auf eigene Faust geraten April und ihre Freunde auch mal in Gefahr und müssen sich gegenseitig retten oder gerettet werden. Insgesamt ist die Spannungskurve dennoch nicht extrem hoch.
Ebenfalls in die Handlung integriert sind die privaten Entwicklungen der Figuren. Im Fokus steht hier natürlich April, die man als Protagonistin begleitet. Aber auch von ihrem Umfeld bekommt man das eine oder andere mit. Es gibt Probleme, die gemeinsam angegangen werden und auch mal hier und da etwas Chaos.
Manche Entwicklungen sind recht vorhersehbar, manches kommt dann doch auch mal überraschender. Auch wenn der Verlauf der Handlung insgesamt eher seicht ist, macht es trotzdem Spaß, April und ihre Freunde zu begleiten und zu hören, was sie so erleben und mit welchen kleinen Herausforderungen sie zu kämpfen haben.
Da es die gleiche Sprecherin ist, wie in den ersten Bänden, hat man sich an die Stimmen der Charaktere gut gewöhnt. An manchen Stellen hätte ich mir auch weiterhin gewünscht, dass die verschiedenen Emotionen etwas intensiver rüberkommen würden.
Fazit
Weiterhin eine unterhaltsame Cosy-Crime-Reihe, die man gut nebenbei hören kann, selbst wenn einen nicht jeder Punkt in der Handlung oder bei der Entwicklung der Figuren komplett überzeugt.



