[Lesepause = Hobbyzeit] Meine liebsten kooperativen Spiele

Hallo ihr Lieben,

zum Jahreswechsel haben wir euch bereits angekündigt, dass wir in diesem Jahr auch wieder ein paar Dinge abseits der Bücher mit euch teilen möchten. Es gab vor Jahren hier schonmal den Versuch, eine regelmäßige →Lesepause einzuführen. Das war dann aber wieder eingeschlafen, vor allem haben wir die Seite überhaupt gar nicht gepflegt. Ich bin sicher, dass es zumindest noch ein paar weitere Posts gegeben hat.

Lange Rede kurzer Sinn: neues Jahr, neuer Versuch. Immer am 20. des Monats soll es hier nicht um Bücher gehen, sondern wir zeigen euch, was wir in unserer Freizeit gern tun, teilen Spieletipps und kreative Ideen mit euch. Das Titelbild gibt schon einen kleinen Einblick, wohin die Reise geht.

Heute starten wir mit:

Meinen 3 liebsten kooperativen Spielen

Und ich kann euch sagen, Gesellschaftsspiele sind absolute Lesezeitfresser 😀

Bei mir gibt es zwei typische Varianten, wie ein Abend aussehen kann:
Ich bin allein = Blog- und Lesezeit. Manchmal schummelt sich auch noch eine Serie rein.
Mein Mann ist zuhause = vielleicht erst eine Serie, aber dann wird gespielt.

Gespielt wird bei uns zu verschiedenen Anlässen und in unterschiedlichsten Konstellationen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Spiele auf den Tisch. Wir bevorzugen für uns allein inzwischen kooperative Spiele, am besten mit Kampagne oder Legacy-System.
Gemeinsamer Spielspaß, gemeinsame Kämpfe, gemeinsames Rätseln, gemeinsame Siege, gemeinsamer Frust bei Niederlagen…

Wir hatten schon ganz unterschiedliche Spiele auf dem Tisch (Dorfromatik & Sakura, Everdell Duo, Die Legenden von Andor, Aeon’s End Legacy, Pranken des Löwen, Gloomhaven, Frosthaven – letzteres müssten wir mal irgendwann wieder hervorholen und weiterspielen, …), aber die folgenden würde ich als erstes empfehlen, wenn man mich fragt:

Platz 3: Tippi Toppi

Auch im Urlaub muss bei uns immer mindestens ein Spiel mit. Tippi Toppi war bei der letzten Reise dabei – als das kleine zusätzlich, das man auch im Flugzeug oder am Strand mal schnell herausholt. Es handelt sich um ein Kartenspiel, bei dem man durch auslegen von Karten gemeinsam Aufträge erfüllen muss.
Das Spielprinzip in ganz kurz, wenn es euch interessiert, gibt es viele Regelvideos im Netz: Es gibt Zahlenkarten von 1 bis 7 in vier verschiedenen Farben und Auftragskarten wie: Zwei benachbarte Stapel sind orange oder Die Summe aller grünen Karten ist 6. Das Spiel startet mit 4 Aufträgen und 4 Zahlenkarten in der Tischmitte. Jeder hat immer 4 Karten in der Hand. Ausgelegt werden darf entweder die gleiche Zahl oder die gleiche Farbe und dabei versucht man eben, die Aufträge zu erfüllen. Stimmt eine Kartenaussage mit der Auslage überein, wird der Auftrag durch den nächsten ersetzt.
Durch die Erhöhung der Auftragsanzahl lässt sich die Schwierigkeit ein wenig steigern und die große Auswahl an unterschiedlichen Auftragskarten, von denen immer nur ein Teil im Spiel ist, sorgt für Abwechslung. Für mal kurz nebenbei gefällt es uns gut, ist aber nichts, was wir im Alltag auspacken.

Platz 2: Bomb Busters 

Bomb Busters, Spiel des Jahres 2025, haben wir tatsächlich auch erst für den letzten Urlaub angeschafft. Ich mag das Spielprinzip super gern, weil man ein wenig mehr Denken und Knobeln muss. Obwohl wir nur selten am Spiel gescheitert sind, macht es uns großen Spaß. Außerdem ist die Art, wie man durchs Spiel geführt wird, witzig gemacht.
Es geht darum, dass Bomben entschärft werden müssen, indem Kabel mit der gleichen Zahl durchgeschnitten werden. Das Spiel ist in 66 Missionen unterteilt, die zunächst ins Spiel einführen und dann immer neue Komponenten oder Schwierigkeiten dazu bringen. Dabei gibt es für jede Mission eine Karte, die die Regeln erklärt.
Es gibt eine feste Anzahl blauer Kabel (je 4x die Zahlen 1-12), dazu kommen je nach Mission gelbe und rote Kabel. Jeder Spieler hat einen Kabelhalter, auf dem die Kabel in aufsteigender Reihenfolge platziert werden. Nun gilt es, blaue Kabel mit dem gleichen Wert durchzuschneiden. Dafür muss man herausfinden, welcher Mitspieler das entsprechende Kabel hat und an welcher Position. Bei zwei Spielern bekommen beide je 2 Kabelhalter, was das Spiel einerseits an manchen Stellen einfacher macht, weil man halt die Hälfte der Kabel kennt, andererseits bleibt es knifflig, da man zwar weiß, welche Kabel das Gegenüber hat, aber nicht auf welchem Kabelhalter. Die einzelnen Runden dauern nicht lang, sodass wir meistens 2 bis 3 Missionen nacheinander gespielt haben (sofern wir nicht eine wiederholen mussten). Ein paar letzte Missionen haben wir noch vor uns, aktuell scheitert es aber am Platz, da dauerhaft ein anderes Spiel auf dem Tisch liegt.

Platz 1: Pandemic Legacy (1-3)

Hier stimmen mein Mann und ich überein, die Spielreihe, besonders Teil 1 und 2, ist unser gemeinsamer Favorit.

Bei Legacy-Spielen verändert sich das Spiel im Verlauf: Der Spielplan wächst, neues Spielmaterial kommt dazu und Regeln werden komplexer. Entscheidungen haben Auswirkungen auf den weiteren Verlauf, Spielmaterial muss zerstört, beklebt oder verändert werden. Dadurch spielt man diese Spiele in der Regel nur einmal. Wir mochten sie aber so gern, dass wir alle drei Teile jeweils zweimal durchgespielt haben. Dafür wurden fein säuberlich alle Aufkleber wieder abgefummelt und für Beschriftungen hatten wir einen radierbaren Stift genommen. Natürlich weiß man beim zweiten Mal schon, was einen erwartet, aber in welche Richtung man sich auf dem Spielplan bewegt, hatte große Auswirkungen auf dem Spielverlauf, sodass es ganz unterschiedliche Runden waren.

In Season 1 und 2  geht es um einen Virus, dessen Ausbreitung man zu verhindern versucht. Über 12 Monate (12 Missionen) gibt es verschiedene Aufträge, neue Mutationen und Herausforderungen.
In Season 0 flitzt man als Geheimagent während des kalten Krieges übers Spielfeld.

Der Rest ist schwer zu erklären. Wenn euch sowas interessiert, schaut es euch einfach mal an. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß, aber auch rauchende Köpfe.

 

Bei unserem aktuellen Spiel, The 7th Continent, steht noch nicht fest, ob es sich in die Favoriten schieben kann. Die ersten Partien waren etwas anstrengend, weil wir uns vom Spiel allein gelassen fühlten.
Dabei ist das Spielprinzip ganz cool. Die Welt setzt sich aus einzelnen Kärtchen zusammen, die zunächst im Nebel liegen und nach und nach entdeckt werden müssen. Dabei stößt man auf wilde Tiere, gifte Pflanzen oder findet nützliche Gegenstände, die man für zukünftig Aktionen nutzen kann. Grundsätzlich gilt es, einen Fluch zu brechen, mit ein bisschen Glück findet man unterwegs hinweise dazu – oder eben nicht 😉

Unser kompletter Wohnzimmertisch liegt voll mit einer Landkarte und den diversen anderen Karten (Aktionskarten, Gegenstände, Vergiftungen & Verletzungen von den Tieren und Pflanzen usw.). Wir sind inzwischen beim zweitem Fluch, nachdem der erste uns lange, lange hat durch die Gegend irren lassen. Inzwischen macht es auf jeden Fall mehr Spaß, aber mal kurz ne Runde spielen, ist unmöglich. Irgendwie ist es plötzlich immer mitten in der Nacht und wir sind gefühlt kaum voran gekommen. Meine Januar-Lesestatistik wird es wohl deutlich zeigen 😀

 

Spielt ihr gern? Kennt ihr auch kooperative Spiele und habt vielleicht noch neue Empfehlungen für mich?

Schreibe einen Kommentar

(Kommentare werden von uns freigeschaltet.)

Mit dem Absenden des Formulars werden deine Nachricht sowie dein Name und deine Webseite (freiwillige Angaben) gespeichert. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.