Interview mit Fantasy-Autorin Melanie Klein


Nach dem Sonne-Mond-Kind erschien mit „Die Macht der
Dunkelheit“ am 22. Oktober der zweite Band von Melanie Kleins Trilogie „Die
Welt der 4 Jahreszeiten“. Sie lässt die Leser in eine fantastische Welt voller
Magie und Gefühl eintauchen, die nicht durch technische Entwicklungen sondern
bezaubernde Charaktere, eine spannende Handlung und wunderschöne Landschaften überzeugt. Wir haben
die sympathische Autorin über ihr Erstlingswerk, Schreibgewohnheiten und
weitere Projekte befragt und spannende Antworten erhalten.

  

Gerade ist mit „Die Macht der Dunkelheit“ dein zweites
Buch erschienen. Wie lange hast du an dem Text gearbeitet?
Mit immer wieder kleinen Unterbrechungen habe ich dafür
ungefähr ein dreiviertel Jahr gebraucht, bis es so weit war, dass es an die
ersten Testleser konnte. Von da an, bis zum fertigen Buch verging noch einmal
ein halbes Jahr.
Wann können deine Leser mit der Fortsetzung rechnen und
wie viele Bände sollen es insgesamt werden?
Den zweiten Teil „Die Macht der Dunkelheit“ gibt es seit
dem 22. Oktober 2014 im Handel. Insgesamt werden es drei Teile.  Der dritte und letzte Teil mit dem Untertitel
„Wünsche – Träume – Hoffnung“ soll nächstes Jahr im Sommer/Herbst erscheinen.
Zwischendurch kam mir auch mal der Einfall vier Teile zu
schreiben, was auch schon mit dem Verlag abgeklärt war. Von der Idee kam ich
jedoch Gott sei Dank schnell wieder herunter. 🙂
Die Welt der 4 Jahreszeiten
Das Sonne-Mond-Kind

Burg Verlag Rehau, November 2013
978-3-944370-08-8
zur Rezension

Fenja ist eine sehr temperamentvolle Figur, die mit ihrer
ungestümen Art öfter mal über die Grenzen schlägt und aneckt. Hattest du beim
Schreiben ein lebendes Beispiel für sie vor Augen?

Ja, auf jeden Fall. Ich liebe Fenjas offene Art und dass
sie das sagt, was sie denkt, auch wenn es in manchen Situationen vielleicht
nicht so passend ist. Was soll ihr passieren? Mehr wie grimmige Blicke
schleudert ihr niemand entgegen. Ihr ist es egal was andere über sie denken
(das hört man ja eh nicht) und vielleicht schneidet sich ja der ein oder andere
eine Scheibe von ihr ab. Da ich finde, dass viel zu sehr darauf geachtet wird,
was andere Menschen von einem denken. Jeder soll sein Leben so leben wie er
will und wie er es für richtig hält und vor allem das tun, was ihm gefällt,
ohne darauf zu achten was andere Leute sagen.
Vor Sisar und Fenja liegt noch ein harter, steiniger Weg,
auf dem sie wohl noch manches Abenteuer überstehen müssen. Auch auf der
persönlichen Ebene sind sich die beiden nicht immer einig. Doch die Hoffnung
auf ein Happy End für die zwei Protagonisten hat sich schon nach dem ersten
Band in meinem Kopf fest gesetzt. Ist diese Hoffnung berechtigt? Kannst du da
schon etwas verraten?! 😉
Ja, dazu kann ich schon etwas sagen. Zwar so viel, dass
ich gerne Bücher mit Happy End lese und ich keine all zu offenen Enden mag :).  Von daher setze ich das auch in meinen
Geschichten um.
Die Welt der vier Jahreszeiten entführt den Leser an
einen fernen Ort, an dem die Naturbeschreibungen immer wieder zum Träumen
einladen. Auf deiner Homepage sagst du, dass der Wald rund um deinen Heimatort
dich sehr inspiriert hat. Gibt es noch weitere Orte, die du in die
Landschaftsbeschreibungen im Buch mit einfließen lassen hast?
Orte nicht direkt, dazu diente hauptsächlich nur der Wald
um mich herum. Aber viele kleine Dinge, die ich vorher in meiner Umgebung nie
so wirklich wahrgenommen habe. Ob das die Blumen am Straßenrand sind, die mir
sonst noch nie in meinem Leben aufgefallen sind, aber meine Mutter sagt, dass
sie schon eh und je dort stehen. Ein Felsen, der einfach mal so mitten da
steht. Ein Getreide- oder Mohnfeld neben der Autobahn. Die passende Musik macht
auch sehr viel aus. Eine Zeitlang habe ich mir Natur-Dokus angesehen und habe
mich mit Block und Stift vor den Fernseher gehockt. Dann vielleicht mal ein
merkwürdiger Traum. Es gibt so viele Dinge, kleine Dinge, die einen inspirieren
können – wenn man genau hinsieht :).
Hast du selbst eine Lieblingsfigur aus deinen Büchern?
Eigentlich sind meine Lieblingsfiguren immer meine
Hauptprotas. Bei „Die Welt der 4 Jahreszeiten“ Fenja und Sisar und bei den
anderen die anderen :).
War für dich schon immer klar, dass du gern im
Fantasy-Bereich schreiben möchtest oder gibt es auch schon Pläne für Ausflüge
in andere Genre?
Ein ganz klares „Nein“. Mein aller erstes Manuskript war
ein Psychothriller. Aber das ist und bleibt ein Schubladenmanuskript und es
bekommt wahrscheinlich nie jemand in die Hände außer mir ☺.  Die Idee für die Welt der 4 Jahreszeiten kam
mir beim Lesen von „Flieh, wenn du kannst“ von Joy Fielding. Zurzeit schreibe
ich neben dem dritten Teil von den Jahreszeiten an einer ganz anderen
Geschichte. Zu dem Genre möchte ich jedoch noch nichts sagen. Aber … Es geht um
Lena und Phin, die sich während eines Thailandurlaubs auf Koh samui
kennenlernen und … ja, dann geht es halt weiter ☺.  Es macht auf jeden Fall riesen Spaß das neben
„Der Welt der 4 Jahreszeiten“ zu schreiben und ich freue mich jetzt schon
darauf, wenn es die Ersten lesen. Dazu kann ich jetzt schon einmal sagen, dass
es der erste Teil einer (Wieder-) Trilogie ist und wenn alles so klappt, wie
ich mir das vorstelle, er nächstes Jahr im Sommer unter dem Titel „Lena und
Phin: Der Zauber eines Augenblicks“ erscheinen soll, worauf natürlich die zwei
Bände folgen werden. Diese Trilogie nenne ich mein Zwischendurch-Projekt. Wenn
ich „Die Welt der 4 Jahreszeiten“ komplett abgeschlossen habe, folgt eine
weitere Fantasy-Geschichte, über deren Umfang oder Titel ich bis jetzt
allerdings noch nichts sagen kann.
Du sagst selbst, dass du nur schreiben kannst, wenn es
dunkel ist. Nun sind wir natürlich neugierig, wie es dazu kommt?
So doof es klingen mag … 🙂  Es ist einfach so, dass ich, bevor ich mit
dem Scheiben begonnen habe, eigentlich den ganzen Tag unterwegs war und es für
mich noch etwas ungewohnt ist, bei Tageslicht im Haus vor dem Laptop zu sitzen.
Wenn ich dabei aus dem Fenster schaue, habe ich irgendwie das Gefühl etwas zu
verpassen und bekomme den Dingen gegenüber, die ich machen könnte, wenn es hell
ist, ein schlechtes Gewissen. Aber es hat sich schon gebessert, jetzt sitze ich
ja auch bei Tageslicht hier und beantworte eure Fragen.
Hast du neben dem Schreiben selbst noch Zeit zum Lesen?

Zeit eigentlich nicht direkt, aber Lust. Ich muss ja
manchmal irgendwie der Welt der 4 Jahreszeiten entkommen :).  Ich habe immer ein Buch zur Hand, meistens
zwei und versuche jeden Tag etwas davon zu lesen, auch wenn es nur ein Kapitel
oder zehn Seiten sind. Manchmal aber, wenn mich eine Geschichte völlig packt,
lasse ich gezwungenermaßen das Schreiben und verschlinge das Buch so schnell
wie möglich, damit ich mich danach wieder aufs Schreiben konzentrieren kann.
Weil beides geht dann doch irgendwie nicht so gut :).
Auf deiner Homepage habe ich gelesen, dass du jede Woche
dein Horoskop liest, obwohl es bisher nie gestimmt hat. Gibt es dafür einen
bestimmten Grund oder ist es einfach zur Gewohnheit geworden?
🙂  Meine Mama
kauft jeden Samstag die Fernsehzeitschrift für die Woche vor der kommenden
Woche und da habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht jeden Samstagmorgen die
Kreuzworträtsel zu lösen. Auf der letzten Seite steht das Horoskop, da es
meistens nur vier Zeilen sind lese ich die auch immer noch schnell durch, mit
Gedanken wie: „Hä, das war doch diese oder letzte Woche“, „Das wird eh nie
passieren“, „Na, das kann ich aber jetzt echt nicht gebrauchen“, und, und ,
und.
Na ja. Ich lese es auch in der Hoffnung, dass es
vielleicht doch mal wahr wird. Dazu soll es aber nur stimmen, wenn etwas
Gescheites drin steht.
Dein Hund hat mit „Buffy“ einen eher ungewöhnlichen
Namen. Gibt es einen Zusammenhang zu der bekannten Vampirjägerin aus der
gleichnamigen Fernsehserie?
Nein, das hat gar nichts mit der Serie zu tun. Als Kind
hatte ich den Namen in Verbindung mit einem Hund mal aufgeschnappt, ab da stand
für mich fest, da kannte ich die Serie noch gar nicht, dass, sollte ich mal
einen Vierbeiner haben, ich ihn Buffy nennen werde. Dazu muss ich sagen, dass
es ein Männchen ist und nicht gerade der Mutigste, von daher hat er nichts mit
Buffy der Vampirjägerin gemeinsam :).
Was wünscht du dir (als Autorin) für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass ich noch mehr Kontakt zu meinen
Lesern aufbauen kann. Dass mein Computer niemals während dem Schreiben abstürzt
und dass er immer alles schön abspeichert. Dass mir die Ideen und Leser nicht
ausgehen. Das meine Bücher gekauft und gelesen werden und die Leser vor allem
Spaß dabei haben 🙂

Vielen Dank für dieses interessante Interview!

Schreibe einen Kommentar

(Kommentare werden von uns freigeschaltet.)

Mit dem Absenden des Formulars werden deine Nachricht sowie dein Name und deine Webseite (freiwillige Angaben) gespeichert. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.