Handlettering der Buchblogger #22

Hallo ihr Lieben,
heute ist wieder Handlettering-Zeit bei Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee und Leni von Meine Welt voller Welten. An jedem 15. des Monats präsentieren sie euch tolle Werke zu den unterschiedlichsten Themen und immer wieder schließen sich auch andere Blogger mit ihrem Lettering an. Wenn ihr auch Lust habt, seid ihr herzlich eingeladen auch mitzumachen.

Das heutige Thema:
Lettere ein Setting für einen Horrorroman

Was wäre euch da spontan zuerst eingefallen? Seid ihr buchtechnisch öfter an gruseligen Orten unterwegs?
Da man bei diesem Thema sehr frei in der Auswahl ist, hatte ich ganz verschiedene Ideen im Kopf. Eigentlich hatte ich gedacht, ich mache etwas „Düsteres“, also dass sich dunkle Farben im Lettering widerspiegeln und es insgesamt eben einfach eher so eine unheimliche Atmosphäre ausstrahlt, wenn man es betrachtet, selbst wenn man den Ort selbst noch nicht gelesen hat. Dann hatte ich aber auch noch andere Varianten und habe mich letztendlich für diese hier entschieden:

Es ist jetzt nicht auf den ersten Blick dunkel und bedrohlich, aber ich hoffe, dass die Kombination trotzdem ganz gut passt. Ich wollte die Worte gern unterschiedlich haben, damit jedes für sich wirkt, aber auch beide zusammen gelesen gewisse Assoziationen auslösen. Besonders Spaß hat es mir gemacht mit dem „Blut“ zu spielen, das von dem Wort runtertropft. Beim Kühlraum habe ich es vorallem darauf angelegt, dass es etwas wuchtiger und nicht zu weich/rund ist. Ich habe mich da beim Lettern mit dem „m“ etwas schwer getan. In ganz kantig fand ich es furchtbar, deswegen ist es da doch etwas runder geworden. (Mal davon abgesehen, dass es nicht mehr aufs Blatt passte und ich stückeln musste. Das sieht man nicht mehr, da Anja mir das nachbearbeitet hat 😉 ) Die blauen Akzente sollen die kühle Atmosphäre des Ortes unterstützen. So zumindest meine Gedanken beim Lettern 😉 Eigentlich hatte ich geplant, die Buchstaben weiß zu lassen, aber durch das Freistellen der Flächen, damit es nicht so grau ist vom Fotografieren, hatte ich jetzt auch eine Variante mit grauen Buchstaben, die mir am Ende dann doch sogar besser gefiel, weil es eben doch etwas „düsterer“ ist. 😀
Ich hatte erst überlegt, ob ich Kacheln oder Fliesen innerhalb der Kühlraumbuchstaben mache, aber ich hatte befürchtet, dass ich das nicht so gut umgesetzt bekomme, dass man es wirklich erkennen kann. Auch mit dem Gedanken an Eiszapfen hatte ich gespielt – aber würde man das wirklich erkennen? Deswegen habe ich mich dann nur auf die Farbe konzentriert.

Welcher Ort würde euch denn bei dem Thema gleich in den Sinn kommen? Habt ihr einen Lieblingsort für unheimliche Handlungen?

10 Gedanken zu „Handlettering der Buchblogger #22“

  1. Hallo liebe Dana,
    ich finde deinen blutigen Kühlraum sehr genial. Sowohl von der Wahl des Settings her (mir geht da direkt das Kopfkino bei den Worten an …), als auch von der Umsetzung her. Ich finde du hast die Schriftart beim Kühlraum sehr passend gewählt. Dein Gedanke, dass eckige und mit einem frostigen Blau versehene Buchstaben „kühler“ wirken könnten, ist in der Umsetzung total aufgegangen. Dieses Gefühl ist bei mir als Betrachter absolut angekommen. Aber auch das blutiger sieht so richtig schön „ekelig“ blutig aus. Eine sehr schöne und gruselige Umsetzung :o))))

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    1. Hallo Tanja,
      danke für deine Worte, es freut mich, dass die Wirkung etwa so ankommt, wie ich es beabsichtigt hatte, auch wenn ich ja nicht 100%ig zufrieden mit allen Details bin. Aber es wirkt durch das graue definitiv noch besser, als wenn die Buchstaben weiß geworden wären. So hat es einen „dunkleren“ Touch, das mag ich im Nachhinein echt gern. Und das rumspielen mit dem „Blut“ hat total Spaß gemacht“ 😀 Sowas mach ich bestimmt noch mal, wenn es das Thema hergibt 😉 Wobei es natürlich auch Wasser, Honig oder sowas sein kann, was irgendwo runtertropft 😉
      Mal sehen, was mir zum nächsten Thema einfällt.
      Liebe Grüße
      Dana

  2. Schönen guten Morgen!

    An einen Kühlraum hab ich überhaupt nicht gedacht! Mir fällt da sofort ein Schlachthaus ein … am besten ein altes, verlassenes, in dem noch das alte Blut überall verspritzt ist 😀 Ich find die Idee großartig! Und auch deine Umsetzung, denn das Blut wirkt super, wie es da so runtertropft und auch das wuchtige / kantige vom Kühlraum ist sehr gut getroffen. Genauso wie die Farben und das blau, das passt perfekt!
    Auch die „Eis-Sternchen“ als Ü-Punkte sind stimmig und insgesamt passt alles wunderbar zusammen!

    Das mit den Kacheln ist natürlich auch eine gute Idee, aber ich denke, das war schon gut so, dass du es so gelassen hast! Ich hatte ja auch meine Schwierigkeiten einen Schauplatz zu wählen, deshalb sind es auch mehrere geworden 😀

    Ich lese ja auch nicht so oft im Horror-Bereich, aber ich hab in Büchern schon einige schaurige Plätze kennengelernt. Ich denke, an sich kann jeder Ort gruselig wirken ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Hey Alex 🙂
      Es freut mich, dass dir meine Idee gefällt und du die Umsetzung stimmig findest 🙂 Es wirkt durch das „Freistellen“ der weißen Flächen im Bearbeitungsprogramm von den Farben anders, als es im Original war, aber ich finde es so sogar noch besser, als das Original, auch weil die Buchstaben jetzt eben grau statt weiß sind (ohne dass ich sie ausmalen musste 😉 )
      Ich war gar nicht unbedingt im Schlachthaus, aber du hast so recht, das passt auch total! Und blutige Schlachthäuser oder Kühlräume in Schlachthäusern hatte ich auch schon in 1-2 Geschichten, wenn ich so drüber nachdenke. Als Krankenschwester war ich eher in anderen Kühlräumen unterwegs – etwas makaber vielleicht, aber nun ja. Aber Kühlräume gibt es ja auch in der Lebensmittelindustrie usw. 😉 wenn sie blutig sind, sind sie alle nicht besonders nett 😀
      Deine Variante die Schauplätze im Motel zu vereinen, finde ich total genial! Von den Letterings, die ich gestern gesehen habe, ist deins mein Favorit 🙂
      Liebe Grüße
      Dana

      1. Mir war schon bewusst dass du einen „normalen“ Kühlraum meinst, aber als erstes ist mir dazu halt so ein Schlachthaus eingefallen 😀 Aber da gibts ja einige mehr, wie du schon sagst.

        Mit Bearbeitungsprogrammen hab ich es nicht so, ich stell mich da leider immer ziemlich doof an – deshalb ist auch mein zweites Foto vom Hintergrund anders, ich weiß auch nicht warum. Ich habs genauso fotografiert wie das erste…
        Freut mich aber total dass es dir gefällt! Ich finde insgesamt unsere ganzen Umsetzungen total gelungen, grade weil sie auch so völlig unterschiedlich sind 🙂

        1. Durch den Austausch zu den Ideen hinter den Letterings kann man einfach gleich noch mal neue Ideen für nächste Projekte entwickeln, das ist ziemlich cool 😉

          Ich bearbeite ja auch nicht selbst 😀 Ich lass mir die Hintergründe von Anja freistellen, damit das nicht so grau aussieht nach dem Fotografieren. Manchmal, wenn es zufällig passt, scanne ich meine Letterings bei meinen Eltern ein, dann können wir uns das sparen. Aber beide Varianten verändern natürlich die Farben etwas. Dafür ist aber das Papier nicht so krass grau. Bei dir sah es gar nicht so schlimm grau aus, wie bei mir immer 😉
          Stimmt, die Vielfalt, die bei unseren Letterings entstehen, ist echt super 🙂

  3. Huhu Dana,

    ich finde, das Lettering ist dir wirklich mehr als gelungen. Mir gefallen hier insbesondere die vielen, durchdachten Details. Die Buchstaben vom Kühlraum wirken durch die Farbe und kantige ein wenig wie Eiswürfel. Unterstrichen wird das Gefühl natürlich von den wundervollen Schneeflocken – wie schön sind die bitte geworden?
    Aber auch das tropfende Blut ist dir total gelungen. Daran probiere ich mich auch häufiger und weiß daher, dass die schwierig zu gestalten sind. Hier finde ich es auch passend, dass die Buchstaben etwas rundlicher sind. Das passt sehr gut zur Form von Blutstropfen.

    Man sieht auch null, dass du ein weiteres Blatt für das Lettering benötigt hast. Da hat Anja wirklich super bearbeitet!

    Insgesamt ein total stimmiges Lettering. =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni

    1. Hallo Leni,
      danke für deine lieben Worte 🙂 Es freut mich, dass ihr das Gesamtwerk als recht stimmig empfindet.
      Ich hatte auch erst überlegt, ob ich richtige Eisblöcke hinbekomme oder eben so Kacheln, hab mich dann aber dagegen entschieden, so weit reichen die Zeichenkünste einfach nicht. 😀
      Die Schneeflocken sind ausgestanzt, nicht gezeichnet 😉 Das hätte ich vielleicht dazu schreiben können. Ich wollte mich nicht mit fremden Federn schmücken.
      Für nächstes Mal bin ich erst mal noch bei der Ideensuche 😀 mal sehen, was das wird.
      Liebe Grüße
      Dana

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